In vertrauensvollem Umfeld:

Die medizinische und pflegerische Versorgung

 

Die Versorgung lebensbedrohlich erkrankter Kinder und Jugendlicher erfordert spezielles Fachwissen der Ärzte und Pflegekräfte. Dies betrifft zum einen seltene Erkrankungen, die nur im Kindesalter auftreten, zum anderen die besondere Situation, in der keine Heilung möglich ist, aber eine Linderung des Leids und eine Verbesserung der Lebensqualität.

 

Vertrauen schaffen

Anders als bei kurativen Therapien, die eine Heilung des Erkrankten anstreben, steht in der Palliativversorgung die Symptomekontrolle im Vordergrund. Hier wird alles daran gesetzt, zur Linderung leidvoller Krankheitssymptome wie Schmerzen, Angst oder Atemnot beizutragen. Dabei machen nicht alleine medizinisch-pflegerische Aspekte die Besonderheit palliativmedizinischer Versorgung aus, sondern auch die Haltung und Zuwendung des Teams zu den Kindern, ihren Eltern und den Geschwisterkindern. Konstante Ansprechpartner und eine einfühlsame Kommunikation helfen gegenseitiges Vertrauen aufzubauen.

 

Das Leben erspüren

Lebensbedrohliche Erkrankungen schränken nicht selten die Sinneswahrnehmung der Kinder ein. Sprechen, tasten, sehen, hören und sich bewegen werden zunehmend schwerer. Dieser Prozess ist für die Kinder schwer zu verstehen und auch für die Eltern zunächst unbegreiflich. Mit Hilfe der sogenannten Basalen Stimulation, einem ressourcenorientierten Pflegeangebot, wird der Blick auf die vorhandenen Fähigkeiten der Patienten gerichtet. So werden sie ihrer selbst bewusst und können das eigene Leben erspüren. Die begleitende Pflege mittels Basaler Stimulation hilft den Eltern, auch in Krankheitsphasen mit fortschreitenden Verlusten von Fähigkeiten, immer wieder den Blick auf die Möglichkeiten des Kindes zu richten.

 

Den Weg nach Hause ebnen

Gemeinsam mit der Familie schaut sich das Stationsteam das häusliche Netzwerk an, passt bei Bedarf Hilfsmittel an und organisiert gegebenenfalls weitere Unterstützung für zu Hause. Eine gute Überleitung ins häusliche Umfeld geschieht durch enge Kooperation und geregelte Kommunikation mit den niedergelassenen Kinderärzten und den bereits involvierten Versorgern. Das gemeinsame Ziel von Eltern, Ärzten und Pflegenden besteht darin, die langfristige Versorgung des Kindes so zu optimieren, dass sie auch zuhause umgesetzt werden kann.  

 

 
 
 
 
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