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Anna Maria ist ein Wunschkind. Ihre Eltern stammen aus Griechenland und sind gerade dabei, sich eine Existenz in Deutschland aufzubauen. Der Vater hat hier eine Arbeit gefunden. Anna Maria soll in Deutschland geboren werden. Doch dann erblickt sie viel zu früh mit nur 1050 Gramm schon in Griechenland das Licht der Welt. Sofort wird sie intubiert, die ersten drei Tage sind kritisch. Bald steht fest: Anna Maria leidet an einem äußerst seltenen und lebensbedrohlichen Gendefekt, einer partiellen Trisomie 16. Damit geht unter anderem ein erhöhtes Risiko für schwerwiegende Infekte einher.
 
Anna Marias Mutter darf ihre Tochter in den ersten vier Monaten nur einige Minuten am Tag durch eine Scheibe sehen, zu groß ist die Infektionsgefahr. Kein schützendes Umarmen, keine zärtliche Berührung - darunter leidet die junge Mutter unendlich. Sie betet viel in dieser Zeit, ihr Glaube gibt ihr immer wieder Kraft.Dann endlich der große Moment, als sie ihre Tochter das erste Mal berühren darf: „Ihr Beinchen war so groß wie mein kleiner Finger. Immer wieder habe ich danach meinen Finger gestreichelt, um mich an diesen einzigartigen und wunderbaren Moment zu erinnern.“ Am nächsten Tag darf sie ihr Kind das erste Mal auf den Arm nehmen – ein Augenblick, der sich für immer in ihr Herz eingebrannt hat. Die Hoffnung wächst, dass Anna Maria endlich das Krankenhaus verlassen darf.

Dann der nächste Schock: Das kleine Mädchen, gerade einmal 2000 Gramm schwer, muss am Herzen operiert werden. Mit dem Helikopter wird es in ein Krankenhaus in Athen verlegt. Nach der OP darf Anna Marias Mutter ihr Kind erstmals selbst versorgen. Sie genießt es, ihr Baby zuhalten und ihm das Fläschchen zu geben.Geht es nun aufwärts? Die nächste Hiobsbotschaft folgt: Anna Maria bekommt eine schwere Nierenbeckenentzündung – wieder Intensivstation, erneute Trennung. „Es geht immer einen Schritt voran undf ünf Schritte zurück. Nichts läuft nach Plan. Heute mache ich keine Pläne mehr.“, beschreibt ihre Mutter ihr Leben.

Nach achteinhalb Monaten auf der Intensivstation darf Anna Maria zum ersten Mal das Krankenhaus verlassen. Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen durchleidet die Kleine immer wieder schwere Krisen, es folgen weitere Krankenhausaufenthalte. Ihre Mutter ist am Ende ihrer Kräfte. Sie organisiert alles allein. Der Papa musste längst wieder an seinen Arbeitsplatz nach Deutschland zurückkehren.Viele Medikamente und Hilfsmittel müssen die Eltern selber zahlen. In Griechenland, das sich gerade in einer schweren Wirtschaftskrise befindet, fehlen den Ärzten die Mittel. Dringend raten sie der Mutter, sofort mit ihrer schwerstkranken Tochter nach Deutschland zu fahren.
 
 

In Deutschland ist die Familie endlich wieder vereint. Doch nur eine Woche später erleidet Anna Maria eine erneute Nierenbeckeninfektion und muss sofort wieder ins Krankenhaus. Im August 2015 kommt Anna Maria mit ihrer Mutter ins Kinderpalliativzentrum. Viele weitere Aufenthalte auf der Station Lichtblicke folgen seither. 
 
Im Kinderpalliativzentrum steht ihr ein multiprofessionelles Team zur Seite, das sich ihrer annimmt. Endlich kann sie sich ein Stück fallen lassen: „Das war mein Traum, denn ich war so erschöpft! Als ich in Datteln einmal gefragt wurde, wohin ich gehe, sagte ich: nach Hause. Ich war selbst überrascht, aber die Station Lichtblicke ist wirklich unser Zuhause geworden.“
 
Erstmals kann die Mutter in der Nacht schlafen. Sie hat Vertrauen zu den Schwestern, die um die besonderen Bedürfnisse ihrer Tochter wissen. Anna Maria wird bestmöglich versorgt. Der Alltag bekommt eine Struktur, die Eltern lernen, das Leben mit ihrem Kind aktiv zu gestalten. „Man kann nicht immer nur das Kranksein vor Augen haben. Hier kann Anna Maria auch ganz normale Dinge tun wie Malen und Musik machen. Wie andere Kinder auch!“ Im November feiert die Familie Anna Marias dritten Geburtstag.
 

Endlich angekommen! Schwerstkranken Kindern wie Anna Maria und ihren Familien ein Zuhause auf Zeit schenken - das können wir nur mit Ihrer Hilfe.

 
 
 
 
 
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