Schenken Sie Lichtblicke!

Unsere Weihnachtsaktion 2014

 
Judith hört gerne Musik und Kassetten mit Geschichten, auch Malen macht ihr großen Spaß. Sie geht mit Freude zur Schule, ist gerne unter Gleichaltrigen. Alleine ist sie nicht gerne, sie möchte immer jemanden in ihrer Nähe haben – am liebsten ihren großen Bruder Max.
 
Karnevalsfeier auf der Station
Bis zu ihrem sechsten Lebensjahr ist Judith ein selbstbewusstes gesundes Mädchen. Erst zum Ende der Kindergartenzeit wird sie etwas langsamer als ihre Altersgenossen, dann passieren seltsame kleine Unfälle. Judith leidet unter epileptischen Anfällen. Es beginnt eine Odyssee von Arztbesuchen, immer mit der quälenden Frage: Was steckt hinter diesen Veränderungen? 

Im Spätsommer 2003 erhält die Familie die erschreckende Diagnose: NCL - eine erblich bedingte Stoffwechselerkrankung. Judith leidet besonders darunter, ihr Augenlicht zu verlieren. Bereits mit elf Jahren ist sie vollkommen erblindet, doch auf ihre Brille möchte sie einfach nicht verzichten. Um sie zu trösten, erzählen ihre
Eltern die Geschichte vom Kleinen Prinzen, der dem Fuchs ein Geheimnis verrät: „Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“
 
Mittagessen auf der Station
2010, im Alter von 17 Jahren, bekommt Judith eine schwere Lungenentzündung. Es fällt ihr zunehmend schwerer, den Schleim abzuhusten. Sie kommt in die Kinderklinik nach Datteln. Wie der Zufall es will, wird am Tag ihrer Entlassung die Station Lichtblicke eröffnet. Ein Jahr später wird sie hier mit einer erneuten Lungenentzündung aufgenommen. 

Es folgen sieben weitere Aufenthalte im Kinderpalliativzentrum. „Hier hatten wir zum ersten Mal das Gefühl, verstanden zu werden. Unsere Entscheidung, Judith nicht mit belastenden lebenserhaltenden Maßnahmen zu quälen, wurde angenommen und mitgetragen. Wir sind hier immer nach Hause gekommen“, berichtet Judiths Mutter aus heutiger Sicht dankbar. Ihr Vater ergänzt: „Wir haben immer gesagt, Judith stirbt zuhause. Doch ich hatte Angst, nicht zu merken, wenn die Zeit gekommen ist. Auf der Station Lichtblicke mussten wir diesen schweren Schritt nicht alleine gehen. Das Team begleitete und bestärkte uns, so waren wir vorbereitet auf diesen Tag.“
 
Judith in ihrem Rosenkostüm für die Schulaufführung "Der kleine Prinz"
Eigentlich hätte Judith, unterstützt von ihrer Integrationshelferin, die schöne Rose in der Schulaufführung „Der Kleine Prinz“ gespielt. Doch dazu ist es nicht mehr gekommen. Judith verstirbt neun Tage vor der ersten Aufführung im Alter von 19 Jahren im Kreise ihrer Familie auf der Station Lichtblicke. Die Klasse entscheidet sich dafür, dass für die Rolle der Rose ein Rosenbäumchen gekauft wird, welches später im Schulgarten seinen Platz finden soll.

„Judith hat uns gelehrt, mit dem Unveränderbaren leben zu können. Mit jedem weiteren Verlust von Fähigkeiten zeigte sie uns, dass die materiellen Werte nicht die wirklich wichtigen sind. Diese hat sie auf ihrem Weg einfach zurück gelassen.“ Gemeinsam mit Freunden besucht die Familie Judiths Grab, um dort ihren Geburtstag zu feiern. „Unsere Tochter ist unsere Sonne, die mit ihrem Licht unser Leben erhellt.“
 
Bitte helfen Sie mit Ihrer Weihnachtsspende. Für Familien mit einem unheilbar erkrankten Kind ist sie ein wahrer Lichtblick!

Hier finden Sie unser Online-Spendenformular.

Spendenkonto Kinderpalliativzentrum
Sparkasse Vest Recklinghausen
IBAN: DE97 4265 0150 0090 2175 22
BIC: WELADED1REK
 
 
 
 
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