Nur ein kleiner Pieks....?

Medizinische Eingriffe wie Injektionen, Impfungen und Blutentnahmen gehören zu den am meisten gefürchteten Erlebnissen in der Kindheit. Kinder erleben im Gegensatz zu Erwachsenen bei dem „kleinen Pieks“ oft unvorhersehbare starke Schmerzen. Der Eingriff löst bei ihnen Stressempfinden und Angst aus. Mitunter kommt es gar zu einer erschwerten Durchführung des Eingriffs und das Kind muss festgehalten werden. Der Stresspegel steigt nochmals an. Besonders problematisch wird es, wenn das Kind keine tastbaren Venen zeigt und sich das Finden einer geeigneten Punktionsstelle als schwierig erweist. Meist muss dann mit Hilfe eines Anästhesisten oder Intensivmediziners unter Kurznarkose ein venöser Zugang gelegt werden. In Notfällen, wenn eine gezielte Therapie aber rasch einsetzen muss, z.B. weil ein Antibiotikum schnellstmöglich gegeben werden muss, kann ein solches Szenario wertvolle Zeit kosten. In komplizierten Situationen oder bei langer Behandlungsdauer kann dies dazu führen, dass sogar die Anlage eines Venenkatheters in eine herznahe Vene in Betracht kommt. Diese Komplikationen möchten wir bei unseren Patienten, auch in schwierigen Situationen, möglichst vermeiden.

Auf der Station Lichtblicke gibt es nun dafür einen wertvollen Helfer - einen mit Infrarot-Lasertechnologie ausgestatteten Venenscanner. Das kleine handliche Gerät bildet den Blutdurchfluss ab und macht das venöse Gefäßsystem sofort bis zu einer Gewebetiefe von 10 mm digital sichtbar. So sind Punktionsstellen gut zu erkennen und Fehlversuche beim Einstich nahezu ausgeschlossen. Zudem ist der Scanner vollkommen gefahrlos und einfach anzuwenden. Er bietet dem Arzt die Sicherheit, auch in schwierigen Situationen und ohne Intensivmediziner zur Seite schnell einen venösen Zugang legen zu können.

Für die Kinder bedeutet dies nicht nur eine enorme Stress- und Angstreduzierung, viele finden die Anwendung auch besonders spannend. Dann dürfen sie natürlich das Gerät zunächst einmal selbst ausgiebig testen. Sie werden aktiv in den Prozess eingebunden und fühlen sich der Situation nicht mehr so hilflos ausgeliefert. Auch die Eltern profitieren von der entspannteren Atmosphäre während des Eingriffs, sind gelassener und weniger besorgt. Das spüren wiederum auch die Kinder.

Die bereits gemachten Erfahrungen sind sehr positiv. Venöse Punktionen sind deutlich weniger stressbehaftet. Der kleine Scanner unterstützt die Kinder dabei, das negative Schmerzempfinden und die Angst zu vermindern. Ein guter Anfang für den Weg bis zum empfundenen „kleinen Pieks“.

 
 
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